Mit diesen einfachen Regeln lernen Schulanfänger von Anfang an gerne und machen Hausaufgaben mit Leichtigkeit

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Die stolzen ABC-Schützen sind nun eingeschult und haben je nach Bundesland schon die ein- oder andere Schulwoche hinter sich gebracht. Sie waren vorher die „Großen“ im Kindergarten und stürmen nun Wissenshungrig die Schulen. Nun prasseln die ersten Hausaufgaben auf die heimischen Schreibtische ein und viele Eltern Fragen sich: wie schaffe ich es, dass das „Hausaufgaben-Thema“ kein Kampf wird?

Hier sind 8 Tipps, die Eltern helfen, ihren Kindern die Lust am Lernen aufrecht zu erhalten:

1. Ausreichend Zeit und kein Druck

Plane genug Zeit für die Hausaufgaben ein! Bedenke, dass dein Kind die verschiedenen Zettel aus dem Ranzen holen muss, seine Stifte eventuell nochmal anspitzen sollte oder vielleicht vorher nochmal zur Toilette gehen sollte. Wenn du deinem Kind nur 20 Minuten Zeit für die Hausaufgaben geben kannst, bis ihr schon zum nächsten Zahnarzttermin müsst, dann lasst es am besten gleich bleiben! Unter Punkt 5 kannst Du lesen, wie du dann vorgehen kannst.

2. Ruhe schaffen und Ablenkungen vermeiden

Schalte alle ablenkenden Geräuschquellen wie Radio, Fernseher oder auch Nebengespräche ab – schaffe einen ruhigen Ort zum Üben und Lernen. Sorge dafür, dass nicht ständig jemand etwas Anderes von deinem Kind will und es somit ablenkt (zum Beispiel andere Geschwister).

3. Gemütliche Atmosphäre

Schaffe einen Ort, an dem dein Kind gerne lernt! Du selbst kennst dein Kind am Besten: tut es ihm gut, wenn es eine kleine Schüssel mit Knabbereien wie zum Beispiel Studentenfutter auf dem Tisch stehen hat? Oder liebt dein Kind den Platz in der Küche, weil es dann bei dir ist, während du Kartoffeln schälst? Vielleicht möchte es auch am Liebsten all seine Zettel, Hefte und Stifte auf dem Fußboden ausbreiten und dort lernen? Manche mögen es auch, wenn Mama daneben sitzt und auch „lernt“ – setze dich doch zu deinem Kind und nutze die Hausaufgabenzeit, um ein Kapitel in deinem Buch zu lesen!

4. Nicht länger als 30 Minuten

Es gibt allgemeine Empfehlungen, wie lange Schüler jeden Tag an ihren Hausaufgaben sitzen sollten. In der ersten Klasse wird eine Empfehlung von 30 Minuten ausgesprochen – du darfst dich gern daran halten! Wenn dein Kind schon eine halbe Stunde Schreibübungen hinter sich gebracht hat und du merkst, dass es nicht mehr kann: dann lass es doch ruhig aufhören.

5. Wenn das Kind nicht mehr kann: aufhören!

Am Anfang der Schulzeit hat dein Kind oft noch eine unglaublich hohe Motivation zu lernen und Hausaufgaben zu machen. Bitte verdirb die junge und wunderbare Lernmotivation nicht, indem du dein Kind zwingst, die Hausaufgaben zu Ende zu machen. Somit würde einer „Hausaufgabenphobie“ der perfekte Nährboden bereitet und regelmäßiger Streit zwischen Kind und Eltern wäre vorprogrammiert. Bitte nimm es auch ernst, wenn dein Kind sagt, dass es nicht mehr kann. Ein Zeichen dafür könnte auch sein, dass es hibbelig wird oder schlechte Laune bekommt. Bedenke auch, dass dein Kind „Lernstress“ erst noch kennenlernen muss und vielleicht noch nicht fühlen und adäquat kommunizieren kann, wenn es erschöpft ist.

Lese hier mehr zum Thema: Mit diesen 4 Grundregeln lernt dein Kind richtig zu Kommunizieren

Zur Schule zu gehen ist schon ziemlich anstrengend – nicht umsonst ist „Schüler“ ein Beruf! Manchmal ist dein Kind vielleicht zu erschöpft, um nach der Schule noch Hausaufgaben zu machen. Prüfe am besten den Stundenplan und wäge ab ob gewisse Hausaufgaben nicht einfach auf einen anderen Tag verschoben werden können.

6. Mut zur Lücke

Dein Kind muss nicht alle Hausaufgaben zu 100% perfekt gelöst haben! Die Hausaufgaben dürfen fehlerhaft sein und sie dürfen auch mal unvollständig sein. Ein Kind ist ein Kind – es geht in die Schule, weil es all die Sachen noch lernen soll. Nicht, weil es all die Sachen schon kann. Dein Kind ist so viel mehr, als nur eine richtige Hausaufgabe. Und auch wenn es das „B“ noch ein wenig unbeholfen und falsch herum schreibt, so ist es dennoch wertvoll! Es ist noch kein Kind von der Grundschule geflogen, weil es mal etwas nicht perfekt konnte.

7. Ausgleich schaffen

Dein Kind hat nun lange gesessen und sich konzentriert. Hinterher hat es meist einen hohen Bewegungsdrang und will sicher toben und spielen. Schaffe deinem Kind nach dem „Pflichtprogramm“ Freiheit und Freizeit als Ausgleich, indem es du es raus in den Garten schickst oder auf den Spielplatz begleitest. Lasse es bitte auf keinen Fall danach Fernsehen oder Filme und Clips am Tablet konsumieren! Dabei würde dein Kind nur noch mehr herumsitzen und vermutlich „hibbelig“ werden.

Lese hier mehr zum Thema: „WARNUNG! YouTube zeigt verstörende, angsteinflößende und gewalttätige Fake-Kinderserien“

8. Belohnungen vermeiden

Manche Eltern (und auch Kinder) verfallen leicht dazu, ab und zu gewisse Belohnungen einzusetzen, damit die Hausaufgaben gemacht werden. Bitte vermeide das unbedingt! Kinder merken sich sofort, wenn sie für eine bestimmte Leistung mal Belohnt wurden und werden diese Belohnung in Zukunft immer wieder verlangen! Wenn sie merken, dass die Belohnung dann mal ausbleibt, verweigern sie auch die Leistung.

Nehmen wir das Beispiel „Fernsehen“: Manche Eltern lassen ihr Kind nach getaner Arbeit zum Beispiel bei schlechtem Wetter eine Runde Fernsehen gucken, weil es dann vermeintlich so gut „abschalten“ kann.

Das ist leider total kontraproduktiv, da das Fernsehen dann oft als Druckmittel und somit auch zum sogenannten „Objekt der Begierde“ wird. Oft fragen Kinder dann ihre Eltern schon direkt: „Darf ich nach den Hausaufgaben Fernsehen gucken?“ – Wenn darauf dann aus irgendeinem Grund dann mal ein „Nein“ der Eltern folgt, dann kann ein Kind hier schnell einmal entgegnen: “Dann mache ich auch keine Hausaufgaben!“

Und Zack! Schon wieder ist Streit vorprogrammiert!

Lese hier mehr zum Thema: „Wie wir unsere Kinder mit Belohnungen bestrafen“

Sind die Tipps nicht etwas zu „locker“?

Manche denken nun vielleicht: „Ist es nicht kontraproduktiv, wenn ich die Hausaufgaben schon von Anfang an schleifen lasse? Sende ich damit nicht falsche Signale an mein Kind?“

Ganz klar: Nein. Für ein entspanntes Hausaufgaben-Klima zu sorgen ist definitiv kein schleifen-lassen. Begleite dein Kind jeden Tag bei den Hausaufgaben, binde die Hausaufgabenzeit fest in den Alltag – quasi als Ritual – ein und lasse sie somit zur Selbstverständlichkeit werden. Lasse dir nicht anmerken, wenn du vielleicht selber gerade von den Hausaufgaben genervt bist, weil du jetzt gern etwas anderes machen würdest oder wenn du früher als Kind Hausaufgaben selbst gehasst hast. Ermutige dein Kind und helfe, wann immer dein Kind die Hilfe möchte. Wenn du die Hausaufgaben zu verbissen siehst, kann es gut passieren, dass dein Kind das schnell durchschaut und sie dann als „Machtinstrument“ für Streit und negative Aufmerksamkeit benutzt.

Lese hier mehr zum Thema „negative Aufmerksakeit“: Warum „unartige“ Kinder sind, wie sie sind und was Eltern dagegen tun können

Ich wünsche Dir und deinem Kind einen erfolgreichen Start in die Schule und viel Spaß beim Lernen!

Herzlichst, Rebecca

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