Die Beziehung eines Kindes zu seinen Eltern ist wie die eines Christen zu Gott

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Kleine Kinder haben zu ihren Eltern eine Art Gottesbeziehung. Die Eltern scheinen allwissend zu sein, kennen die Welt und erklären sie. Die Eltern sind unvorstellbar alt und klug. Sie schützen ihre Kinder vor Gefahren, bieten Sicherheit und Schutz. Sie kümmern sich liebevoll um ihr Kind – sind Lebensspender. In der jungen Kindheit sind die Eltern wie Götter für ihre Kinder.

Anhand der Beziehung eines Christen zu Gott möchte ich die Bedeutsamkeit der Einigkeit von Eltern herausstellen. Denn schließlich sind Eltern in den allermeisten Fällen zu zweit – seien Sie gemeinsam- oder getrenntlebend. Genau aus dieser Zweisamkeit heraus kann sich jedoch ein Problem ergeben. Eltern sind nun mal Menschen und keine Götter – sie können sich mal uneins sein oder auch ihre Meinungen ändern.

Ich werde die Beziehung des Kindes zu den Eltern anhand eines Gedankenspiels innerhalb der Trinitätslehre veranschaulichen:

Stell dir vor, Jesus und Gott wären nicht mehr eins bzw. wären sich plötzlich nicht mehr einig und jeder hätte eine andere Meinung über alle möglichen Dinge in der Welt. Du wüsstest als Nachfolger Jesu auf einmal gar nicht mehr, wem du vertrauen sollst und was richtig und falsch ist. Du würdest wahrscheinlich sogar anfangen, an deinem Glauben an sich zu zweifeln. Du stündest zwischen den Stühlen, nicht mehr wissend, was überhaupt nochmal die Marschrichtung ist.

Dem ist aber Gott sei dank nicht so.

Als Christ ist dir klar: Jesus und Gott sind eins, einig in ihrer Meinung, einig in dem was sie für dich wollen. Mit dieser Gewissheit gewinnst du an Sicherheit. Und diese Sicherheit verhilft dir, in die richtige Richtung zu blicken.

Genauso verhält es sich auch mit den Eltern: sie sollten eins sein, einig in ihrer Meinung und einig in dem was sie wollen.

Nur leider ist das oft nicht so. Oftmals habe ich beobachtet, wie Eltern sich nicht einig werden, wie jeder etwas anderes tut oder wie sie gar streiten. Das Kind steht vor einem unlösbaren Loyalitätskonflikt:

„Mama oder Papa? Beide sind vertrauenswürdig, wollen das Beste für mich. Zu beiden habe ich eine Beziehung. Doch beide sagen etwas anderes!! Ich kann mich nicht entscheiden! Ich will mich nicht entscheiden.“

Das löst schwerwiegende innere Konflikte aus. Es führt gar zu Identitätskrisen! Ein Kind will sich doch auch mit Mama oder Papa indentifizieren können und sie als Vorbild nehmen. Genauso wie der Christ sich mit Jesus identifizieren und ihn als Vorbild für all sein Handeln nehmen will.
Aber wenn ich Jesus ähnlicher werden will und Gott aber etwas ganz anderes für mich will – dann habe ich ein Problem! Genauso geht es dem Kind. Es kann sich einfach nicht entscheiden! Und es sollte sich auch nicht entscheiden müssen.

Es geht mir nicht darum, dass Ehepartner unbedingt an ihrer Ehe festhalten müssen. Das ist hier und jetzt nicht mein Thema. Es geht mir um die Herzenshaltung, die bei den Erziehungsberechtigten gleich sein sollte. Das geht auch, wenn man getrennt lebt.

Es liegt in der Verantwortung der Erwachsenen, sich einig zu sein, in die selbe Richtung zu blicken und sich zu ergänzen. Ergänzen – nicht ausboten.
Mann und Frau ergänzen sich natürlicherweise ideal und stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Wenn Eltern dies begreifen und entsprechend handeln, dann sitzt das Kind nicht mehr mit unbehaglichem Gefühl zwischen den Stühlen. Nein. Dann steht es aufrecht und wohlbehütet zwischen seinen Eltern, den Blick in die selbe Richtung wie sie gerichtet.

Herzlichst, Rebecca

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