Kinder brauchen Liebe zum Atmen und Zeit zum Wachsen

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Alles erklärt sich ganz leicht mit einem Bild:

So wie ein Pflänzchen die Sonne braucht, um eine Pflanze zu werden, braucht ein Kind Liebe, um Mensch zu werden.

Ich habe Menschen kennengelernt, die als Kind zu wenig Liebe bekommen hatten. Das merke ich dann daran, dass sie nicht gern über ihre Kindheit reden – denn es gibt einfach nichts ermutigendes zu berichten.

Der eine kannte seinen Vater nicht, denn er ging in den Krieg, als er noch ein Baby war. Die andere hatte kaum emotionalen Bezug zu ihren Eltern, denn sie war vom Säuglingsalter an in einer Krippe zur Betreuung. Wieder eine andere wuchs als Scheidungskind auf und fühlte sich zerrissen.

Es gibt dann immer irgendeinen Lebensaspekt, der bei diesen Menschen infolge dessen einfach – pardon – beschissen läuft! Der Mensch ist dann zum Beispiel unfähig, Beziehungen zu führen und wird ein Workaholic. Oder er verzehrt sich so sehr nach Liebe, dass er alles in eine Beziehung steckt und sich dann irgendwann selbst völlig verliert. Bei diesem Thema kann man wirklich vom Hundertstel zum Tausendstel kommen.

Also lasst und wieder zurück zu meinem Bild gehen: Es kann verschiedene Gründe haben, weshalb ein Pflänzchen schief und krumm wächst und auch mal ein Blatt verliert. Und manchmal wird an einem Baum sogar ein ganzer Stamm morsch und fällt einfach zu Boden.

Jede Pflanze benötigt irgendetwas anderes, muss individuell umsorgt werden. Doch eines haben sie alle gemein: ein Pflänzchen benötigt regelmäßig Sonne, damit es nicht verdorrt – da gibt es schlichtweg Mindestanforderungen! Bei dem Kind ist es nicht anders – es braucht Liebe in regelmäßigen Rationen.

Ein Kind zu lieben heißt, ihm Zeit zu geben. Zeit zu verschenken. Zeit mit vollen Händen zum Fenster hinauszuwerfen! Diese Zeit wärmt die Seele deines Kindes, wie die Sonne das Pflänzchen. Und sie schafft wunderbare Erinnerungen, die am Ende eines Menschenlebens letztlich das Einzige sind, das noch von Bedeutung wäre.

Herzlichst, Rebecca

2 Kommentare

  1. Hallo Rebecca,
    ein wunderschöner Artikel und ich kann dir hier nur von ganzem Herzen zustimmen.
    Leider bin auch ich bereits dem einen oder anderen begegnet der leider keine schöne Kindheit hatte. Da ich selbst eine wundervolle Kindheit hatte und mich gerne daran erinnere, tut es mir um so mehr leid für alle die dies nicht hatten.

    Ich hoffe dass es mir gelingt meiner Tochter eine schöne Kindheit zu ermöglichen. So das sie, wenn sie groß ist, auch gerne daran zurück denkt und Stärke daraus zieht.

    Liebe Grüße
    Andrea

    Von: https://wolken-sternchen.com

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    1. Hallo Andrea!

      Vielen Dank für das Lesen meines Blogs! Ich freue mich jedes Mal, wenn sich Personen in meinen Überlegungen wiederfinden können und finde es immer schön, wenn sich Mütter genau überlegen, wie sie die Kindheit des eigenen Kindes bewusst gestalten können. Wichtig ist, dass wir Mütter uns aber auch nicht einem übertriebenen Druck aussetzen. Auch schlechte Erfahrungen gehören zum Leben dazu und formen eine Persönlichkeit. Ein Mensch kann Gott sei dank aus jeder Erfahrung etwas positives für die Zukunft mitnehmen.

      Liebe Grüße,
      Rebecca

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