Werde ein Licht für Andere, indem Du Deine Schwächen zu Deiner einzigartigen Stärke umwandelst.

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Ich kenne eigentlich niemanden, der nicht mindestens ein traumatisches Erlebnis, eine Lebenskrise hatte. Und wenn Einer mal behauptet, bei ihm sei alles ok, dann ist er mir irgendwie suspekt. Eine Krise hinterlässt bei uns immer auch einen individuellen wunden Punkt. Ein wunder Punkt erinnert mich direkt an „Wunde“, an eine Narbe. Mit Narben kenne ich mich aus. Ich habe eine Kaiserschnittnarbe – und irgendwie hat diese Wunde auf die gleiche Weise eine Narbe an meinem Körper hinterlassen, wie so manch traumatische Erfahrung eine Wunde in meine Seele gerissen hat.

„Krisen hinterlassen Narben, die bei schlechtem Wetter immer mal wieder zwicken.“

Neulich hatte ich eine kleine Unterhaltung mit einem Menschen aus meiner Jugendzeit. Er benutzte das Wort „krisenerfahren“ – tolles Wort, dachte ich. Es klingt viel besser, als zum Beispiel „krisengeschüttelt“. Beim Schütteln ist der Geschüttelte in der passiven Rolle. Krisenerfahren beschreibt jemanden, der aktiv etwas durchlebt hat. So beschreibt „krisenerfahren“ doch eine Kompetenz, die ein Mensch im laufe der Zeit errungen hat. Aus einer Krise hervorzugehen ist eine Errungenschaft, die dich förmlich anschreit und ruft:

„Feier dich! du hast es überlebt!“

„Krisenerfahren“ macht aus den schmerzlichen Erfahrungen der Vergangenheit eine positive Eigenschaft. Die Umformung dieses einen Wortes verwandelt das Opfer zum aktiven Mitgestalter. Und wieder zeigt sich hier: Worte haben Macht!

Krisenerfahrung ermächtigt uns, anderen von Krisen geschüttelten Menschen beizustehen, sie zu beraten, Rückendeckung in misslichen lagen zu bieten – sie zu aktiven Krisenerfahrenen zu machen.

Wir sollten uns mit unseren Vergangenheiten nicht im Schneckenhaus verstecken, sondern uns groß machen! Wir sollten stolz darauf sein, was wir schon überstanden haben, anstatt uns dafür zu schämen, was die Welt uns angetan hat! Anstatt verschämt von den eigenen Krisen weg zu schauen, sollten wir ein letztes Mal genauer hinschauen, um unsere Schwächen und Stärken genau zu identifizieren. Wir sollten die Menschen unserer Umwelt an unseren dunklen Erfahrungen teilhaben lassen, um ihnen ein Licht sein zu können, wenn sie gerade selbst in der Dunkelheit tappen. Was für ein biblisches Bild! Gott ist in den Schwachen mächtig.

Herzlichst, Deine Rebecca

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